Mittwoch, 29. Juli 2015

Tutorial - ein Nadelkissen in Falttechnik



Im Mai haben sich die Caféhausquilter - ihrer Einladung folgend - bei Birgit auf der Terrasse getroffen. Als kleines Mitbringsel habe ich ihr ein Nadelkissen in Falttechnik genäht.





Solch ein Nadelkissen habe ich mir vor einigen Jahren genäht und es ist seitdem mein Lieblings-Nadelkissen. Durch die Falttechnik hat es eine mehrschichtige Hülle, die es schön stabil macht. 




Damals habe ich nach einer mündlichen Anleitung genäht, aber mit ein bisserl Ausprobieren habe ich die Arbeitsschritte wieder zusammen bekommen.

Dieses Nadelkissen sieht dem Cathedral Windows ein bisschen ähnlich, wird aber anders gearbeitet. 







Nachstehend zeige ich, wie ich das Nadelkissen genäht habe.


Material

zwei Stoffe 30 x 60 cm
Füllwatte o.ä.
zwei Knöpfe
ein Stück Band oder Kordel
Nähgarn


Mit Kreisen fängt es an

Ich habe insgesamt vier Kreise zugeschnitten, von zwei verschiedenen Stoffe je zwei Kreise mit 30 cm Durchmesser. Ich habe einen bunten und einen uni Stoff kombiniert.

Je einen uni und einen bunten Stoffkreis rechts auf rechts zusammen nähen, Wendeöffnung nicht vergessen. Vor dem Wenden die Nahtzugabe ringsum bis kurz vor die Naht einschneiden (Vorsicht! Nicht die Naht verletzen!).

Nach dem Wenden die Kreise bügeln und auch die Wendeöffnung formgerecht rund bügeln.


Aus den Kreisen werden Quadrate





Nun müssen die vier Eckpunkte markiert werden.
Dazu den Kreis zusammen falten und an den Seiten den Knick mit einer Stecknadel markieren (siehe unteres Bild). Aufklappen, den Kreis um eine Viertel drehen und wieder falten, an den Seiten den Knick mit einer Stecknadel markieren. Nun haben wir den Kreis in vier Viertel eingeteilt. 





Der Kreis wird mit dem Hauptstoff - also der, der hauptsächlich am Nadelkissen zu sehen sein soll - nach unten weisend hin gelegt.

Jeweils die vier Kreissegmente zwischen den Stecknadeln Richtung Kreismitte falten und fest stecken. Danach können die Stecknadeln in den Ecken entfernt werden und die Kreissegmente werden knappkantig fest gesteppt. Auf dem Bild unten habe ich das mit allen vier Kreissegmenten schon gemacht. Aus dem Kreis wurde ein Quadrat. 

Mit dem zweiten Kreis wiederholen.








Markieren der Mitte

Die Mitte des Quadrates muss ermittelt werden. Das habe ich wie folgt gemacht:





Auf dem Bild oben habe ich das Quadrat zur Hälfte gefaltet und mit dem Finger in der Mitte gepresst so dass nachdem Auffalten eine Linie zu sehen ist. Das habe ich nach einer Vierteldrehung nochmal wiederholt, so dass auf dem aufgefalteten Quadrat ein rechtwinkliges Kreuz die Mitte markiert.



Nun wird gefaltet

Mit dem Hauptstoff oben liegend (der, der hauptsächlich am Nadelkissen zu sehen sein soll) werden die vier Ecken zur Mitte gefaltet und dort fest gesteckt.






Dabei helfen die Markierungen die im vorigen Schritt gemacht wurden. (Im Bild links sieht man beim genaueren Betrachten die eingepressten Markierungen)


Die Mitte wird befestigt 

Wenn alle vier Ecken zur Mitte gefaltet sind und dort schön aneinander liegen, werden sie fest genäht. Sie werden nur an den Spitzen in der Mitte fest genäht, der Rest bleibt lose (Bild unten).

                                       


Das kann mit ein paar Handstichen oder mit der Maschine erledigt werden. Ich habe es - zugegebener Maßen weniger schön - mit der Nähmaschine gemacht.


Das Kissen entsteht

Die beiden so entstandenen Falt-Quadrate werden, mit den Falten innen liegend, zum Kissen zusammen genäht.  Wer das Nadelkissen später aufhängen möchte, fasst an einer Ecke ein Bändchen oder eine Kordel mit. 
An einer Seite eine Wendeöffnung belassen.

Die vier Ecken vorsichtig etwas zurückschneiden ohne die Naht zu beschädigen   und das Kissen wenden.

Mit Füllwatte oder Vliesresten befüllen. Wenn das Nadelkissen nicht aufgehangen werden soll, kann die Füllung auch gewichtiger sein, z.B. Vogelsand oder Reis.


Kleiner Tip: Kaffeepulver mit in die Füllung geben. Das im Kaffee enthaltene Öl schützt die Stecknadeln vor Rost. 
(Früher hat man zu diesem Zweck auch die eigenen - beim Haarschnitt gesammelten - Haare ins Nadelkissen gegeben. Ihre natürliche Fettigkeit hat das gleiche wie das Kaffeepulver bewirkt).


Nach dem Füllen das Nadelkissen mit unsichtbarer Naht (Matratzenstich) schließen.


Der letzte Schliff


In die Mitte des Nadelkissens auf beiden Seiten einen Knopf annähen.
Unschöne Stiche vom Befestigen der Mitte werden so verdeckt und das Kissen erhält einen kleinen Schmuck.





Nun müssen nur noch an den sichtbaren Stellen die Stiche aufgetrennt werden, die beim fest Nähen der Kreissegmente entstanden sind (Schritt "Aus den Kreisen werden Quadrate")





Voilà!
Das Nadelkissen ist fertig!





Das Nadelkissen hat eine Kantenlänge von etwa 13 cm, je nachdem wie breit man die Nahtzugabe macht. Das rechte Nadelkissen ist etwas kleiner, aber an die Maße von damals kann ich mich nicht mehr erinnern.

Ich wünsche viel Spaß beim Nacharbeiten!


Hinweis:
Ich habe es versucht, konnte aber keine Anleitung oder Quelle finden.
Daher kann ich leider nicht angeben, wem die Idee zuzuschreiben ist.
Ich habe einfach aufgeschrieben, wie ich das gelb-bunte Nadelkissen gefertigt habe.

Mit dem Falt-Nadelkissen nehme ich an Frau Nahtaktivs Nadelkissen-Linkparty teil.

Für Eure lobenden Kommentare zu unserer Blumenleiter bedanke ich mich ganz herzlich. Ich habe sie alle meinem Mann vorgelesen.

Viele liebe Grüße
Marle


Montag, 27. Juli 2015

Was mein Mann so macht - eine Blumenleiter

Eine Blumenleiter


Heute möchte ich euch mal wieder etwas zeigen, was mein lieber Mann gebaut hat. Für unsere Terrasse habe ich mir insgeheim schon immer eine Blumen-Treppe gewünscht. 

Vor einigen Wochen hat mein Mann diesen Wunsch erfüllt.
Ausgedacht hatte er sich eine Blumenleiter:





Material: seine alte Holzleiter, die Böden eines außer Dienst genommenen Schuhregals (oben) und 2 Terrassendielen (unten).

Kosten: 10 Euro für die Dielen.





Durch die Gitter des alten Schuhregal und zwischen den beiden Dielen in den unteren Etagen kann das Gießwasser gut abfließen.






Nun schmücken Kräuter, Blumen und einige meiner Keramiken die Blumenleiter.


Gemeinsam

haben wir im Frühsommer einige Kübel bepflanzt und unsere Terrasse mit Stauden begrünt. Damit haben wir einen Teil der Terrasse dauerhaft bepflanzt. Nun muss ich nur noch die Kästen am Terrassengeländer und unsere Hängeampeln jedes Frühjahr neu bepflanzen.





So ist es schon recht gemütlich auf unserer Terrasse.
Nun planen wir noch den Terrassenboden zu fliesen. Aber das wird noch etwas dauern.


Sommerflor


Wo ich gerade die Hängeampeln und Kästen erwähne, da zeige ich Euch gleich noch wie schön es dieses Jahr darin blüht.











Ein alter Hydrokulturkasten


hat auch seinen Platz im Garten gefunden. Er beherbergt einen einfachen Blumenkasten, den wir jedes Frühjahr neu bepflanzen.

Mein Mann hat passend eine "Schaukel" aus Edelstahl gebaut und nun hängt er neben den Stufen zur Terrasse und erfreut uns mit den leuchtenden Blüten von Elfenspiegel und Fleißigem Lieschen.






Ein neues Beet

Inzwischen ist mein Mann schon an der nächsten Baustelle.


Daher war ich fleißig am Pflanzen umsetzen, Beet leer räumen...




...denn mein Mann möchte das Beet gerne 2 Reihen hoch mit Granitsteinen einfassen. Auf der anderen Seite des Weges hat er das vor einigen Jahren auch schon gemacht.





Das ist unser sog. Terrassenbeet, wo uns Kletterrosen, Kräuter und Blumen erfreuen. Durch die 3 Reihen hohe Mauer hat das Beet das Niveau unserer Terrasse.






Hier ist anhand der Verschalung für das Fundament schon zu erkennen, wie das Beet entstehen wird. Es wird einen kleinen Weg zur Wiese geben, denn unser Hund rennt da eh schon immer durchs Beet, wenn er von der Terrasse kommt.


Mini-Steingarten in alter Zinkschüssel


Ende Juni hat Klaudia uns ihre Hauswurze in der Zinkwanne  vorgestellt und Nana hat uns heute den Feengarten gezeigt, den sie so liebevoll zusammen mit ihrer Kleinen angelegt hat.

Da möchte ich Euch meinen im Juni gepflanzten Mini-Steingarten nicht vorenthalten.





Er befindet sich in einer alten Zinkschüssel, die wir auf unserem Grundstück gefunden haben.





Seinen Platz hat das Minigärtchen auf dem alten Biergartenstuhl vor dem Rhododendron gefunden.

Es gefällt uns so gut, dass wir schon die nächsten Steingarten-Pflänzchen für eine weitere Schüssel gekauft haben...







Abschließend begrüße ich ganz herzlich Steffi und Radka, meine neuen Leserinnen. Ich freue mich, dass ihr mich gefunden habt und hoffe es gefällt Euch hier weiterhin.

Für Eure Kommentare zum Post über mein neues Projekt bedanke ich mich sehr. Ab September gibt es mehr davon zu sehen.




Nun wünsche ich uns Allen einen guten Start in die Woche!

Viele liebe Grüße
Marle


Samstag, 25. Juli 2015

The Gardens Of A King

The Gardens of A King ist ein wunderschöner Quilt von Missie Carpenter von Traditional Primitives. Die Inspiration zu diesem Quilt hatte sie von von einer Tagesdecke King George des III. Das Original befindet sich im Victoria & Albert Museum in England.





2014 sah ich die ersten Blöcke bei Karen von Faeries and Fibres und war sofort Feuer und Flamme und habe dieses Projekt bei ihr weiter verfolgt. 
Im März habe ich dann selbst mit "The Gardens Of A King" begonnen, das erst Mal darüber berichtet hatte ich hier und die ersten Stiche habe ich im April gemacht.

Inzwischen habe ich nicht allzu viel Zeit/Muße für Handstiche gehabt und so ist mein erster Block noch immer nicht fertig. So schaut er inzwischen aus:





Genäht wird der Quilt über Papier (EPP) und es wird appliziert.
Ab September werde ich wieder mehr Zeit zum Sticheln haben und so habe ich mich mit Sylvia, der Flickenstichlerin, zu einem SAL  verabredet. 

Unser SAL The Gardens Of A King startet im September 2015 und wir wollen unsere Blöcke jeden 2. und 4. Montag im Monat posten

Wer von Euch näht diesen tollen Quilt auch? Habt Ihr Lust und macht mit?
Die Anleitung gibt es in Missies Shop und es gibt auch eine Yahoogroup.

Meine neuen Leserinnen Martina, Andrea und Missie heiße ich herzlich willkommen! Ich freue mich sehr über Euer Interesse!



Nun wünsche ich Euch allen ein wunderschönes Wochenende!

Alles Liebe
Marle   





Mittwoch, 22. Juli 2015

WIPs ( Work in Progress)


In Arbeit habe ich eine eher schlichte kleine Tischdecke. 
Ihr Blickfang wird der Randstreifen werden, den Stoff habe ich auf dem Foto probeweise daneben gelegt.




I'm working on a little simply tablecloth.
Her eyecatcher will be the borders. On the right side you can see the fabric for the borders. 

Mein WIP für heute nimmt an den Linkparties von Esther und von Lee teil.

Vielen Dank für Eure lieben Kommentare zum Julitreffen der Caféhausquilter!

Viele liebe Grüße
Marle

Dienstag, 21. Juli 2015

Caféhausquilter - unser Julitreffen


Letzten Samstag


jaaa, ich weiß, reichlich spät mein Bericht...
die letzte Woche war sehr arbeitsreich und so habe ich am Sonntag einen faulen Tag genommen, Krimi lesen, Stöffchen streicheln... 
Gestern? War ich von Arbeit so geflasht, keine Chance - zu gar nichts.

Jetzt noch mal von vorn:



Letzten Samstag trafen sich die Caféhausquilter wieder zum fröhlichen Sticheln und Plaudern. Entgegen unseres Namens habe wir den Sommer genutzt und es uns statt im Café bei mir auf der Terrasse gut gehen lassen.





Als erstes gab es natürlich die Besichtigung meines Nähreichs und danach haben wir die neuesten Werke

von Gabi



 und Inge




bewundert.




Wir treffen uns immer Samstags um 12 Uhr und so war es auch nicht verwunderlich, dass die ersten Rufe "Hunger!" laut wurden.
Also los, schnell Tisch decken und den Grill anschmeißen.

Jede hat etwas zum Essen mitgebracht und wir haben frisch importierte Thüringer Rostbratwürste und Lachs gegrillt. Der Tisch war reich gedeckt, wir haben ordentlich geschlemmt.


An dieser Stelle könnte jetzt ein Foto 
all unserer Köstlichkeiten stehen. 
Könnte wohlgemerkt.
Ich war so mit Grillen beschäftigt, 
habe ganz vergessen ein Foto zu machen.



Nach dem alle gut gesättigt waren, wurde fleißig weiter gestichelt.








Birgit hat appliziert



Heike hat Nadelkissen genäht













und Marion





lieselten an ihren La Passions,

während Gabi einen Fadensammler nähte und für ihren Enkel strickte .



Ich? 
Ich habe keinen Stich getan, war vollauf damit beschäftigt Gastgeberin zu sein. Das hat auch Spaß gemacht.



Natürlich wurde auch in Fachlektüre geblättert





Und unser Hund am liebsten mitten mang...




Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch noch.
Gebacken hatte ich uns eine Käsetorte, die uns gut mundete.




So ist der Tag wie im Flug vergangen und meine lieben Gäste machten sich auf den weiten Weg nach Hause.


Fast wie Geburtstag


Meine lieben Quiltfreundinnen haben mir so schöne "Mitbringsel" überreicht, ich hatte das Gefühl, Geburtstag zu haben.





Es gab Stöffchen im Glas und im Beutelchen, ein hübsches Nadelkissen, selbstgekochte Marmelade und auch unser Fellmonster wurde nicht vergessen...




Und so schöne Blumen für Garten und Vase gab es auch noch!
Ich habe mich so sehr gefreut, Rosen und Hortensien mag ich sehr.
Letztere passen auch so wunderbar in meinen Waldgarten...


Ihr Lieben, 
habt tausend Dank für Euren lieben Besuch, 
die leckeren Beiträge zum Grillen 
und für die tollen Geschenke. 
Ihr seid die Besten!




Allen die mir so nett zum Mini-Hexie-Täschchen kommentiert haben, herzlichen Dank! Ich freue mich, dass Euch das Täschchen gefällt. 

Einen schönen Abend und herzliche Grüße wünscht 
Marle

Mittwoch, 15. Juli 2015

Mini-Hexagon-Täschchen

So langsam muss ich mal meine "Altlasten" abarbeiten, d.h. nach und nach alles Mögliche, was längst passiert und fotografiert ist, endlich mal posten...

Heute zeige ich Euch ein kleines Täschchen aus Mini-Hexagons. Die Hexagons haben eine Kantenlänge von einem Zentimeter. Den Beginn habe ich Euch im März gezeigt und danach beharrlich "totgeschwiegen", obwohl ich es einige Tage später fertig hatte. 






Das lag daran, dass es für Jeannette sein sollte, und ihr könnt mir glauben, leicht hat sie es mir nicht gemacht. Sie hat einige Male danach gefragt, wann sie denn das nächste Foto von diesem Projekt zu sehen bekommt, aber irgendwann hat sie es doch aufgegeben...

Da ich es ihr inzwischen mitgebracht habe, als ich sie besuchte, kann ich es nun ganz munter herzeigen.




Das Täschchen habe ich bei Elena gesehen und sofort gewusst, dieses Täschchen möchte ich nähen. Sie zeigt in zahlreichen Bildern  wie sie ihr Täschchen genäht hat. So konnte ich es gut nacharbeiten, auch wenn ich kein Wort Spanisch verstehe.




Ich habe nur etwas anders gemacht als Elena, ich habe die Hexagons außen nicht offenkantig gelassen und das Täschchen nicht mit dem Futter verstürzt. Statt dessen habe ich die Sechsecke komplett um das Papier gelegt. Das Futter habe ich dann "appliziert", so musste ich das lütte Teil - die Hexagons haben einen Zentimeter Kantenlänge - nicht auch noch wenden.





Das kleine Täschchen hat die genau richtige Größe um den Fingerhut stilgerecht aufzubewahren. Daher muss ich mir unbedingt auch noch eines für meinen silbernen Roxanne Fingerhut nähen.






Obwohl es aus so kleinen Hexagons genäht ist, hat es doch mehr Zeit in Anspruch genommen als ich vorher dachte.

Aber es hat Spaß gemacht das Mini- Täschchen zu nähen!

Vielen Dank an Elena für's Teilen!





Achtung! Solltet Ihr das Täschchen auch nähen wollen, beachtet bitte, es hat eine dreieckige Grundfläche. Guckt Euch die Fotos bei Elena und bei mir nochmal genau an.


Das Bonsai-Täschchen verlinke ich bei 

TT Taschen und Täschchen und bei der Stoffreste Linkparty.


Für Eure lieben Kommentare zur Projekt-Tasche danke ich Euch herzlich!


Einen schönen Abend noch!.
Alles Liebe
Marle 


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